Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Jan 08 2010

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Widerstand gegen die drohende Ablösung von IQWiG Leiter Peter Sawicki, offener Brief an Philipp Rösler

Die rot-grüne Bundesregierung hatte ein Institut (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, kurz IQWiG, siehe Wikipedia), geschaffen, das unabhängig von der Pharmaindustrie und der Regierung unter anderem Nutzenbewertungen für Medikamente durchführt. Das Institut wird mit hochqualifizierten Kräften aus dem In- und Ausland versorgt, stärkt die Evidenzbasierte Medizin (siehe Wikipedia) in Deutschland, macht wissenschaftlich hervorragende Arbeit, wird international sehr geschätzt, schafft Klarheit über wirksame und nicht wirksame Medikamente, spart so den Krankenkassen Geld und bringt Ärzten und Patienten Sicherheit im Behandlungsverlauf.

Mit dem Erscheinen des aktuellen Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und FDP ist allerdings schon zu erkennen, dass der Wind dem IQWiG künftig frostiger ins Gesicht schlagen wird:

Kosten-Nutzen-Bewertungen müssen praktikabel nach klaren, eindeutigen Kriterien erfolgen. Die Arbeit des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) werden wir auch unter dem Gesichtspunkt stringenter, transparenter Verfahren überprüfen und damit die Akzeptanz von Entscheidungen für Patienten und Patienten, Leistungserbringer und Hersteller verbessern. Dabei werden wir die Betroffenen frühzeitig beteiligen.

Konkret wird aktuell laut über die Ablösung des streitbaren Institutsleiters debattiert und zwischen den Zeilen übermittelt, dass ein pharmafreundlicher Kandidat als Nachfolger gewünscht sei.

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Jan 06 2010

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Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung geben Ratgeber “Arzt- und Klinikbewertungsportale – Qualitätsanforderungen für Arztbewertungsportale” heraus

Unter arztbewertungsportale.de hat das ÄZQ (Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin) eine Checkliste für die Qualität von Arztbewertungsportalen veröffentlicht. Hinter dem ÄZQ stehen die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die auch als Herausgeber der Checkliste auftreten.

Grundsätzlich scheint es ja stark unterschiedliche Wahrnehmungen in der deutschen Ärzteschaft zu geben: Die einen erkennen Transparenz und Patient Empowerment im allgemeinen (und das Internet mit den Arzt Bewertungsportalen) als Chance, die anderen als Bedrohung und haben Angst vor einem “digitalen Pranger”. Letzteres mag nachvollziehbar sein, entspricht aber nicht der Realität.

Von uns (Internetagentur dimensional aus Köln) durchgeführte Untersuchungen zeigen jedoch, dass es nur äußerst selten zu Ausreißern kommt, bei denen Ärzten schlechte Arbeit vorgeworfen wird. Ob dies jeweils der Realität entspricht, ist natürlich nicht nachprüfbar. Gleichwohl: Die meisten erhaltenen Bewertungen zeichnen ein überaus positives Bild. Dies kann ein Zeichen von guter Arbeit sein oder von einem internetaffinen Freundeskreis oder Team.

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Apr 30 2009

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Schweinegrippe / Mexiko Grippe: WHO definiert ICD Code

Wie das DIMDI heute online und per Newsletter meldete, hat die WHO eine Vorgabe zur ICD-Kodierung der Schweinegrippe bzw. “Mexikogrippe” gemacht:

Zur Zeit treten weltweit Influenza-Fälle auf, die durch eine Infektion mit dem Virus A/H1N1 hervorgerufen werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat entschieden, für die Kodierung dieser Fälle den ICD-Kode J09 zu verwenden.

via: dimdi.de

Sollten Sie konkrete Informationen zur Schweinegrippe bzw. Mexikogrippe suchen, besuchen Sie bitte folgende Links, die aktuelle und meines Erachtens vertrauenswürdige Informationen bereit halten:

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Apr 27 2009

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Konfessionelle Krankenhausverbände ermitteln bundesweit die Patientenzufriedenheit

Wie die Bertelsmann Stiftung heute berichtet, haben sich der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) und der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) gemeinsam für die Unterstützung des PEQ (Patients’ Experience Questionnaire) Instruments zur Ermittlung der Patientenzufriedenheit in Krankenhäusern entschieden. Nähere Informationen zu PEQ sind auf der Weissen Liste zu finden.

Den rund 700 Mitgliedskrankenhäusern werden auf Basis eines Rahmenvertrages mit dem Institut für Qualitätsmessung und Evaluation (IQME) Sonderkonditionen angeboten. Die durch die Erhebung gewonnenen Daten werden dann in der Krankenhaussuche der Weissen Liste dargestellt.

Die folgenden Zitate sind aus der Originalmeldung der Bertelsmann Stiftung übernommen:

“Wir möchten zeigen, dass sich die kirchlichen Krankenhäuser durch ein besonderes Qualitätsbewusstsein und eine große Nähe zum Patienten auszeichnen”, sagt Pastor Norbert Groß, Verbandsdirektor des DEKV. “Die Kliniken signalisieren durch ihre Teilnahme, dass sie sich der Bewertung ihrer Patienten stellen und transparent mit ihren Leistungen umgehen.” Die Häuser erhielten zudem wichtige Daten für ihr Qualitätsmanagement. Die Befragung sei das erste große Kooperationsprojekt, das die kirchlichen Verbände gemeinsam anstoßen, so Groß.

“Durch die Befragung mit dem standardisierten PEQ-Verfahren und die Darstellung in der Weissen Liste können Patienten tatsächlich vergleichen, welche Erfahrungen andere Patienten in Kliniken gemacht haben”, sagt Thomas Vortkamp, Geschäftsführer des KKVD. “Wir wissen, dass die Zufriedenheit anderer Patienten das entscheidende Kriterium bei der Krankenhauswahl sein kann. Darauf möchten wir reagieren und zeigen, dass die kirchlichen Häuser in Sachen Transparenz eine Vorreiterrolle einnehmen.” Die “Weisse Liste” sei für die Abbildung der Ergebnisse besonders geeignet, da sie sich auf eine nutzerfreundliche und verständliche Aufbereitung von Qualitätsdaten konzentriere und zudem unabhängig von den Interessen von Leistungsanbietern und Kostenträgern agiere.

Sehr erfreulich, dass sich die kirchlichen Verbände so für Transparenz stark machen: Die Krankenhäuser erhalten valides Feedback und können dies in ihr Qualitätsmanagement einfliessen lassen. Während dessen erhalten die Patienten eine echte Entscheidungshilfe. Nicht zuletzt nimmt eine transparente Darstellung der Leistungen und Ergebnisse in Klinikportalen eine zunehmend zentrale Rolle im Krankenhausmarketing ein.

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